Hochsensitiv: Gefühle und Emotionen

Hochsensitiv: Gefühle und Emotionen

In jeder Ebene einer Beziehung spielen Gefühle und Emotionen eine wesentliche Rolle.

Auf der einen Seite die erlernten, gespeicherten Erfahrungen, in UNS, durch unsere menschliche, wachsende Reise und auf der anderen Seite die Wahrnehmungsbegabung für aktuelle Gefühlszustände unseres Gegenüber.

Für beide Wahrnehmungen gilt für mich persönlich die Kernfrage an sich selbst: was ist meins und was ist deins?

Wie finde ich zu dieser essentiellen Frage eine Lösung?

Sei im Körper präsent, spüre und zeige deine Wurzeln, fühle wahrhaftig deine Gefühle – geh durch das Gefühl und die Emotion gesund, fühlbar hindurch und verdränge nicht!

Bevor ich mich bewusst mit dem Thema Hochsensibilität bzw. Hochsensitivität auseinander gesetzt habe, war ich diesen vielfältigen Wahrnehmungen hilflos sogar manchmal ohnmächtig ausgeliefert.

In meinem Transformationsprozess habe ich die Erfahrung gemacht, dass das bewusste, dankbare annehmen meiner Wahrnehmung und das annehmen meiner eigenen Gefühle und Emotionen zu extremer Klarheit geführt hat.

Erst dann, wenn ich bewusst und im Einklang mit meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele durch meine eigenen Gefühle hindurch spaziert bin – sie erfahren und zugelassen habe – erst dann konnte ich den Unterschied in der Gefühlsqualität „zu fremden übertragenen Gefühlen“ feststellen.

AndersSEIN

AndersSEIN

Bereichere die Welt mit deinem Strahlen

– anstatt dich anzupassen!

Die Welt ganz authentisch mit seinem Wesen zu bereichern führt zu einem erfüllten Leben.

Anpassung an die vermeintlichen Normen dieser Welt führt zu einer nicht ausbalancierten inneren Haltung die Dir täglich als Herausforderung begegnet.

Füllst Du deine Ressourcen mit positiver Power und Energy auf – sind die täglichen Herausforderungen gar nicht mehr „so groß“ und überwältigend.

Hermann Hesse

>>Es ist nicht eine blinde Macht von außen, deren Spielball wir sind, sondern es ist die Summe der Gaben, Schwächen und anderen Erbschaften, die ein Mensch mitgebracht hat. Ziel eines sinnvollen Lebens ist, den Ruf dieser inneren Stimme zu hören und ihm möglichst zu folgen. Der Weg wäre also: sich selbst erkennen, aber nicht über sich richten und sich ändern wollen, sondern das Leben möglichst der Gestalt anzunähern, die als Ahnung in uns vorgezeichnet ist<<

Hermann Hesse

Dieser Satz von Hermann Hesse stammt aus einem Brief vom 29. September 1931 an einen unbekannten Leser. Eine Zeit, in der das Wort „Hochsensibilität“ noch nicht existierte. Und doch wirkt es, als hätte er diesen Satz für unser Thema geschrieben.

🍀🍀🍀

(Hesse H. (2008). Der innere Kompass. Gedanken aus seinen Werken und Briefen. Vertrauen in die Ordnung der Welt, der Einzelne und die Gemeinschaft, Wirklichkeit und Imagination, Lesen und Bücher (1. Aufl.) Frankfurt/M.: Suhrkamp. S.7)

WAHRHAFTIGKEIT

WAHRHAFTIGKEIT

Sich dieser Aufgabe täglich neu zu stellen, sollte ein menschliches Bedürfnis sein.

Dies führt zu einem Gedanken der zum Thema Hochsensibilität gleichermaßen gehört wie zum Thema Krankheit:

Manche Menschen gehen davon aus, Krankheit diene dazu, den Menschen reifen zu lassen. Krankheit als Lernerfahrung erscheint als ein gewagtes Grundprinzip, denn es beinhaltete, dass gesunde Menschen nicht lernen. Allerdings ist es sicher wahr, dass jeder Mensch aus jeder Situation einen Erkenntnisgewinn ziehen kann. Die Entscheidung, ob er diese Möglichkeit wahrnimmt oder lieber mit dem Schicksal hadert, liegt bei jedem Einzelnen.

Hochsensible Menschen bewegen sich permanent zwischen Empfindung, Empfindlichkeit, Empfindsamkeit und Feinsinnigkeit.

Je besser sie sich mit sich selbst auskennen, desto eher können sie entscheiden, wie sie sein wollen. Angemessenes Verhalten scheint schwierig zu sein, doch die Anstrengung der Erkenntnis lohnt sich auf jeder Ebene.

Mechthild Rex-Najuch (2018; Fach.Buch Hochsensibilität S. 417 – Herausgeberin Jutta Böttcher)