Wege

Wege führen manchmal an schöne Orte, Wege sind umrahmt von Begegnungen der Natur, Wege sind oft nicht gerade, Wege haben oft Ecken und Kanten, Wege sind manchmal steinig und auch hart, Wege bringen manchmal ganz schön viel und oftmals ist DER WEG das Ziel!

Wichtig ist, dass du dich auf DEINEN WEG machst – in DEINEM TEMPO gehst und zu Dir und deinem Weg stehst!

Erkenne auf DEINEM WEG die schönen Momente und mach dir bewusst: ohne Schatten – kein Licht. Die Wahrnehmungsbegabung bringt dir viele Sinnesreize – ja – sie ist im Licht und im Schatten FÜR DICH da.

Erkennst du ihren Wert FÜR DICH – dann gehst du DEINEN WEG ganz sicherlich!

VIERBLÄTTRIGES KLEEBLATT

VIERBLÄTTRIGES KLEEBLATT

Erinnert ihr euch noch daran, was für

ein Gefühl es war, ein vierblättriges

Kleeblatt zu entdecken? Wunderschön oder nicht?

Ich kann mich noch sehr gut an dieses wunderschöne Gefühl aus meiner Kindheit erinnern!

Ganz frei und in „meiner Welt“ der Natur versunken, wanderte ich über die Wiesen, genoss die Farbenpracht der Blumen und schwelgte gedankenverloren im Duft der Natur. Einfach den Moment genießend – im HIER und JETZT. Ganz besondere Aufmerksamkeit schenkte ich auch schon immer den Kleeblättern. Sie waren faszinierend für mich – im „Grunde“ gleich aber jedes sah doch auf seine Art ganz anders aus. Ich trug schon immer die Überzeugung in mir, dass in jeder größeren Gruppierung von Kleeblättern, die in ihrer Häufigkeit natürlich dreiblättrig sind, auch immer eines wenn nicht sogar zwei vierblättrige Kleeblätter wachsen. Ich machte auch die Probe aufs Exempel wie man so schön sagt. Ich lief immer ganz bewusst zu Kleeblattgruppierungen und lies meinen Blick darüber schweifen. Es war tatsächlich immer so, dass ich mit achtsamen Blick, ein oder sogar zwei, vierblättrige Kleeblätter unter den vielen anderen dreiblättrigen Kleeblättern entdeckt habe! Das war und ist heute noch ein sehr schönes Gefühl für mich!

🍀🍀🍀

Weil es einfach dazu gehört!

wage ich mich an dieses Thema:

Göttlicher Sex

Göttlicher Sex lebt von der Polarität der Partner. Je männlicher ein Mann nämlich ist, desto weiblicher kann die Frau sein; je sicherer sie sich ihrer weiblichen Kraft ist, desto mehr kann er seine männliche Stärke ausleben.

Göttlicher Sex ist nichts für Ängstliche, denn durch ihn können aus Frauen Göttinnen und aus Männern Götter werden, die einander in totaler Hingabe dienen und nicht nur ihre Körper, sondern auch ihre Herzen und ihre Seelen miteinander teilen.

Ein Mann sollte stark genug sein, seine Frau zu erfüllen und ihr das Tor zum Paradies zu öffnen; eine Frau sollte stark genug sein, sich von ihrem Mann erfüllen zu lassen und ihn mit sich ins Paradies zu nehmen.

Da Frauen verkörperte Hingabe sind, können nur sie den Männern den Weg aus dem Labyrinth der Trennungen zeigen und sie in die Einheit zurückführen, die unser aller

Heimat ist.

Verehrung des Weiblichen

Sex ist im Grunde Hingabe an das Göttliche durch Verehrung des Weiblichen. Zwar besitzen auch die Männer weibliche Anteile, so dass auch sie zu Hingabe und Ekstase fähig sind, aber in weitaus geringerem Maße als die Frauen, die die Verkörperung des Weiblichen sind, ein lebender Ausdruck der universellen Schöpferkraft, die alles Leben empfängt, gebiert und nährt.

Frauen leben weit mehr als Männer im dunklen Reich der Gefühle, das die Heimat von Ekstase und Leidenschaft ist. Männer sollten ihren Frauen im Sex hingebungsvoll dienen, um so selbst Zugang zu diesem Reich zu finden, in dem ihre höchste Sehnsucht erfüllt werden kann: die Sehnsucht nach Einheit, nach Heimat, nach Verschmelzung mit der dunklen Mutter, die uns allen das Leben geschenkt hat und uns am Leben erhält.

Dem Partner dienen

Wenn wir uns selbst in der erotischen Begegnung völlig vergessen und ganz im Partner aufgehen, werden wir ihn von innen erfahren und auch seine Seele mit ihm teilen

dürfen. Wenn wir unserem Partner und seiner Lust vorbehaltlos dienen, werden wir gemeinsam mit ihm die höchsten Gipfel der Ekstase erklimmen können.

Wenn wir Sex aber als Tauschgeschäft betrachten, bei dem wir etwas geben und genau aufrechnen, ob wir auch genug zurückbekommen, werden wir weder dem Partner noch uns selbst näher kommen können; wenn wir dem Partner nicht dienen, sondern ihn beherrschen wollen, werden wir von ihm getrennt bleiben und niemals die Freuden wahrer Intimität erleben können; wenn wir unseren Partner kontrollieren wollen, können wir nur das bekommen, was wir uns selbst ausgedacht haben – dann wäre aber eine aufblasbare Puppe wahrscheinlich die ein-

fachere Lösung.

Immerwährende Ekstase

Natürlich kann Sex auch ohne Liebe Spaß machen, wenn sich die Beteiligten leidenschaftlich aufeinander einlassen, “ihren Kopf verlieren” und ganz im Taumel der Lust aufgehen. Aber ein vorübergehender Spaß, der

endet, wenn nach dem Orgasmus der Hormonspiegel wieder sinkt, ist nichts verglichen mit der immerwährenden Ekstase, die durch Liebe möglich wird.

Unsere Konditionierungen werden durch diese Art von Sex nicht aufgehoben, sondern eher noch verfestigt. Körperlicher Sex kann uns kurzfristige Befriedigung und vorübergehende Entspannung verschaffen, aber Sex, der mit Liebe und Respekt verbunden ist, kann uns bis in jede Faser unseres Wesens mit Glückseligkeit und unbeschreiblicher Wonne erfüllen, die auch dann noch anhält, wenn die Leidenschaft längst erloschen ist und der Kopf wieder fest an seinem richtigen Platz sitzt.

Aufgehen im Sex

Der sicherste Weg, einen Orgasmus zu vermeiden, ist, ihn erzwingen zu wollen; die beste Methode, einen frühzeitigen Erguss sicherzustellen, ist, Angst davor zu haben.

Jedes Bemühen wird zwangsläufig zu seinem Gegenteil führen, da sexuelle Erfüllung nur durch Loslassen möglich ist.

Das Ziel der Liebenden kann es nicht sein, so schnell wie möglich einen Gipfel der Lust zu erklimmen, auf den dann der unvermeidliche Absturz folgt. Der Orgasmus als Höhepunkt der Ekstase ist im göttlichen Sex nicht Ziel, sondern ein Teil des Weges, etwas, das sich ganz selbstverständlich und ohne jede Anstrengung einstellt, wenn alles Streben danach aufhört. So wie ein Spaziergang dann am meisten Freude macht, wenn der Weg aufmerksam gegangen wird und jeder Schritt für seine ihm eigene Schönheit gewürdigt wird, so schenkt uns auch der Sex die höchste Erfüllung, wenn wir uns ganz einfach in ihm verlieren.

Manfred Miethe

aus „Sex als Quelle der Spiritualität“

https://www.silberschnur.de/tl_files/pdf/leseproben/978-3-89845-460-5.pdf

(Art: Alfredo Araujo Santoyo)

Garten der Liebe