Ängste neu definiert

Meine Lieben, wer meinen Blog verfolgt der weiß, dass mein Herz (natürlich unter anderem) überwiegend für die Selbstliebe und Selbstfürsorge brennt!

Ich schwinge ja schon seit geraumer Zeit auf der energetischen Welle der heilenden Selbstliebe – – – und dennoch schlich sich heute ein (gruseliger) Gedanke bei mir ein.

Genau aus diesem Grund möchte ich euch, meine Lieben, wiederum auf die Macht der Gedanken aufmerksam machen!

Ich behaupte an dieser Stelle: auch sehr erwachte und erleuchtete Persönlichkeiten haben ab und an ihre persönlichen „Wecktöne“ und Trigger die sie immer wieder an ihre wahre Bestimmung „erinnern“. Was man ihnen jedoch hoch anrechnen darf ist ihr persönlicher Umgang damit. Souverän steuern sie das Schiff durch die schäumende See.

Mein gruseliger Gedanke war: was ist wenn ich meine Selbstliebe „verliere“?

Wisst ihr was mein Herz geantwortet hat?

Hast du sie einmal gefunden und gefühlt – wirst du sie niemals mehr verlieren!

Und schon war mein Vertrauen wieder da, mein Vertrauen in mich Selbst, mein Vertrauen in mein Herz, in das Gesamtbewusstsein und die anhaftende Energie.

Es ist wirklich befreiend sich seinen Gedanken mit der Macht oder Energie des Herzens zu stellen! Eine klare Empfehlung meinerseits!

Glück und Freude sind „Gedanken-Konstrukte“ die du beeinflussen kannst – bringe sie bewusst in dein offenes Herz – wo du fühlst was du „anziehen“ willst.

Öffne dich für Gefühle und Emotionen – lebe sie – ansonsten „leben“ sie dich.

Erlaubst Du es Dir, mit Leichtigkeit zu arbeiten?

Meine Lieben, wer möchte das nicht?

Sehr interessanter Beitrag von Robert auf seelenforscher.eu

https://www.seelenforscher.eu/2019/01/12/erlaubst-du-es-dir-mit-leichtigkeit-zu-arbeiten/

Neulich hatte ich eine höchst interessante Behandlung. Eine selbständige junge Frau musste sich mit der Art auseinandersetzen, WIE sie arbeitet. Ihr wurde bewusst, dass in ihrer Familie folgender Gedanke gelebt und auch von Generation zu Generation weitergegeben wurde:

 

„Ich muss hart arbeiten, um Erfolg zu haben!“

 

Im gleichen Atemzug möchte ich ein verwandtes Glaubensmuster nennen:

 

„Nur wenn du hart arbeitest, bist du etwas wert!“

 

Egal, ob man selbständig ist oder nicht – ich denke, in vielen Familien herrscht diese Gesinnung. Ich kenne sie selbst nur allzu gut. Meine Eltern sind mittlerweile beide 71 und arbeiten in ihrem Restaurant in Oberbayern immer noch sechs Tage die Woche. Ich aber bin völlig anders gestrickt. Mein Körper und meine Psyche würden dieses Arbeitspensum niemals vertragen!

 

Anfangs eiferte ich meinen Eltern nach und dachte ganz naiv, dass ich die Arbeit genauso bewältigen würde bzw. es auch so zu machen habe, wie es mir vorgelebt wurde. Doch da hatte ich mich gehörig geirrt!

 

Den Beruf des Kochs (den ich erlernte) liebte ich nur teilweise, die Begleitumstände waren einfach zu hart für mich. Deshalb wechselte ich schnell in den Service. Diese Arbeit fiel mir zwar wesentlich leichter, weil ich gerne kommunizierte, dennoch bedeutete das spätere Gastwirtsein viel Stress und Druck… Knapp vierzehn Jahre quälte ich mich in diesen Bereichen und war regelmäßig dem Burnout nahe.

 

Noch vor meiner Selbständigkeit – jedes Mal, wenn ich zu Hause war und mir Zeit für mich nehmen wollte – Urlaub, Ausruhen oder einfach mal entspannt nichts tun – lies mein Vater des Öfteren eine abfällige oder ironische Bemerkung los, z. B.:

 

„Machst du schon wieder Urlaub…“

 

Es gefiel ihm gar nicht. Wahrscheinlich deshalb, weil er selbst sich Auszeiten niemals erlaubte oder völlig andere Prioritäten hatte. Bestimmt auch deswegen, weil er sich nichts anderes im Leben vorstellen kann, als für seine Gäste da zu sein und sie mit leckerem Essen zu versorgen. Dazu muss man aber allerdings viel hintan stellen… Es ist jedoch in Ordnung, solange man damit glücklich ist.

 

Im Nachhinein stellte ich fest:
Meine früheren Jobs entsprachen nicht meiner Berufung, deshalb fiel mir alles ausgesprochen schwer.

Meine Bedürfnisse und Vorstellungen sind eben ganz andere! Ich denke, das ist bei den jüngeren Generationen, die nicht die Nachkriegsnot erleben mussten, generell der Fall. Wir leben nicht, um zu arbeiten oder nur um unseren Lebensunterhalt zu verdienen.

 

 

Wir arbeiten, um zu leben und idealerweise, um uns dadurch selbst zu verwirklichen! Oder?

Jedenfalls ist das Nichtstun (wenn auch nur für einige Zeit) für Charaktere wie meinen Vater verwerflich, unnütz und vieles mehr. Doch der „Normalsterbliche“ weiß:

 

Jeder braucht Zeit für sich selbst! Sich eigenen Raum zu nehmen, einfach mal abschalten zu dürfen, nicht ständig etwas leisten zu müssen, das muss doch erlaubt sein.

 

Jetzt haben wir aber das Problem, dass in unserer Leistungs- und „Erlebnis“-Gesellschaft die Menschen oft unbewusst nach bestimmten Vorstellungen handeln:

 

„Du musst aktiv sein…“

 

„Ich muss doch etwas Sinnvolles tun…“ und natürlich:

 

„Nur wenn du Leistung vorweisen kannst, wirst du von der Gesellschaft respektiert!“

 

So kommt es dazu, dass man sich oft Jobs aussucht, die anstrengend und mit unzähligen Aufgaben gefüllt sind. Vielleicht kommt dann auch noch der Glaube hinzu:

 

„Das Leben ist hart. Geld zu verdienen ist mühsam…“

 

 

Ich möchte jetzt kein Plädoyer für Faulheit halten, sondern Dich motivieren, zu hinterfragen, wofür Du arbeitest!

(Sofern Du viel arbeitest und Dich eventuell sogar damit überfordert fühlst).

 

Meine Eltern haben mir das tagtäglich vorgelebt: Ich kenne sie von Kind an nur schuftend mit wenigen und kurzen Pausen.

 

„Wie schaffen die das?“

 

Das ist noch heute wohl die meistgestellte Frage in meinem Kopf. Und weißt Du was? Als Kind war das, was ich beobachtete, für mich völlig normal, ich kannte ja nichts anderes und hinterfragte es nicht. Aber als Jugendlicher registrierte ich irgendwann eine Abneigung gegen diese Art, seine Existenz zu sichern.

 

„So viel wie meine Eltern will ich nie arbeiten!“

 

Das dachte ich mir häufig. Dieser Vorsatz hat mich später leider nicht davor bewahrt, genau das zu tun. Ich landete durch meine Selbständigkeit ebenfalls in einem nie enden wollenden und extrem herausfordernden Strudel von Arbeit. Wahrscheinlich manifestiert man sich gerade durch ein „nie“ oder „niemals“ genau das, was man im Leben nicht möchte. (Es sei denn, man ist konsequent und setzt seine Erkenntnisse in die Tat um…)

 

Deshalb sag lieber niemals „nie“ oder „so wie meine Eltern will ich nicht werden“!  😉

 

 

Zurück zu der selbständigen Klientin:

In der innerwise Sitzung (innerwise ist ein Coaching- und Analysesystem) wollten wir das Glaubensmuster „Ich muss hart arbeiten, um Erfolg zu haben!“ verwandeln.

 

Doch wie macht man das, fragst Du Dich jetzt vielleicht? Hier eine mögliche Vorgehensweise. Wir stellten fest, dass hinter dieser Überzeugung natürlich einige Ängste stecken, z. B. Verlust- oder Existenzängste:

 

„Wenn ich nicht genug mache, ist es nicht ausreichend, und ich verliere das Erarbeitete wieder…“

 

Stell Dir eine Familie vor, in der genau diese Ängste über Jahrhunderte präsent gewesen sind. Die energetischen Informationen über negative Erfahrungen des Mangels, der Not oder des Misserfolgs der einzelnen Familienmitglieder werden auf die nachkommenden Generationen übertragen bzw. weiter vererbt.

 

Die Erlebnisse der Ahnen und die Verflechtung mit den Vorfahren bringen mit sich, dass man – ohne es zu wollen – von deren Energien beeinflusst wird. Unbewusst handelt man in bestimmten Situationen nach im Verborgenen wirkenden Mustern…

 

Ein wichtiger Punkt in der Behandlung war:

 

 

Die Klientin sollte einen neuen positiven Glaubenssatz finden, den sie für erstrebenswert hielt.

Sie nannte: “Ich bin mit Spaß und Leichtigkeit erfolgreich.“

(Ihr Unterbewusstsein beantwortete die Aussage mit einem Nein.)

 

Der Armlängentest: Die Hände zeigen ein Ja und ein Nein...
innerwise Heilkarten unterstützen den Transformationsprozess...

 

 

„Selbst wenn Du vor Deinem geistigen Auge keine Ahnen sehen kannst, stell Dir vor, wie Du die Geschenke anbietest. Vertraue darauf: Jeder Vorfahre, der sie braucht und möchte, wird sie aufnehmen.“

 

Der Armlängentest ergab, dass wir den Seelen eine geistige Inspiration vermitteln dürfen. So hatte die Klientin die Aufgabe, eine Botschaft zu überbringen:

 

„Liebe Ahnen, das Leben ist leicht und schön! Es kommt aber darauf an, wie man sich entscheidet, welche Grundhaltung man einnimmt…“

 

Danach bat sie ihre Vorfahren im Geiste, sie auf ihrem Weg zu unterstützen, diesen neuen Glaubenssatz leben zu dürfen. (Hierbei gingen wir davon aus, dass in der Regel jedes Familienmitglied möchte, dass es die nachfolgende Generation einfacher und besser im Leben hat.)

 

Zum Abschluss durfte sie sich vorstellen, den alten Familien-Glaubenssatz mit weiteren Heilkarten bei den Ahnen zu lassen (in ein Paket oder einen Koffer gepackt). Denn es war ja deren Überzeugung, die sie belastete und die nicht ihren Lebensvorstellungen entsprach.

(Übrigens: Manchmal soll ein Thema oder ein Glaubenssatz etc. nicht einfach den Ahnen zurückgegeben werden, weil sonst das Familiensystem erneut belastet werden könnte…)

 

Ich ließ die Klienten noch laut sagen:

 

 

“Ich bin mit Spaß und Leichtigkeit erfolgreich.“

Danach meldeten die Arme bzw. Daumen ein Ja! Auch der Gedanke daran machte ihr keinen Stress mehr. Erst dann kann übrigens die Realität folgen und sich im beruflichen Alltag manifestieren…

 

Zur Überprüfung:

„Ich muss hart arbeiten, um Erfolg zu haben!“ wurde verneint

 

„Ich gehe meinen Weg mit Spaß und Leichtigkeit…“ war stressfrei.

 

Ich bin sehr gespannt, was sich in den nächsten Monaten entwickeln wird. Schon mehrmals erhielt ich nach solchen Sitzungen positive Rückmeldungen.

 

Selbst ich habe während meiner anstrengenden Gastronomie-Jahre immer wieder gerätselt:

 

„Es muss doch möglich sein, sein Geld viel einfacher und leichter zu verdienen!“

 

Erlaube Dir diesen Gedanken, wenn Du in einem Teufelskreis aus anstrengender Arbeit und nicht zufriedenstellenden Einnahmen steckst! Wenn ihn Dein Unterbewusstsein bejaht, wird Dir das Leben – ganz nach Deiner Überzeugung – Gelegenheiten bieten. Es ist wichtig zu vertrauen, und man muss nur Augen und Ohren offen halten!

 

Einen Tipp habe ich noch für Dich, um Energiearmut und Erschöpfung vorzubeugen und um keine kostbare Zeit zu verlieren:

 

 

Agiere nach dem höchsten Wohl aller Beteiligten und dem Bedarf und der Notwendigkeit!

Ich liebe diese Formulierung, denn das „höchste Wohl“ beinhaltet alles, was wichtig und gut ist. Mach sie zu Deiner Grundhaltung – in meinen Augen ein absolut lohnenswertes Motto, weil es folgende Vorteile bietet:

 

1. Du verausgabst Dich nicht unnötig,weil Du nur das machst, wofür Bedarf herrscht und was notwendig ist. Auf alles Überflüssige kannst Du getrost verzichten.

 

2. Du verschwendest keine Zeit mit unnützen Aktivitäten oder Maßnahmen, die am Ende keinen Erfolg haben, oder die Dich einfach nicht nähren.

 

3. Du schadest niemandem, weil Du das höchste Wohl aller Beteiligten berücksichtigst (dazu gehören nicht nur Deine Mitmenschen, sondern auch Tiere, die Umwelt usw.)

 

Hab dabei Deinen Seelenplan im Hinterkopf. Auch wenn Dir Dein individueller Seelenplan nicht bewusst ist, Deine Seele hat ihn geschmiedet – lange bevor Du geboren wurdest…

 

Handle nach diesem Plan! Das Wichtigste ist in ihm festgeschrieben. Details dazu tauchen meist aus Deinem Innersten auf. Es sind überwiegend leise Hinweise und Ahnungen, die über das Bauchgefühl transportiert werden…

 

Natürlich ist nichts auf ewig eingemeißelt, denn Du hast jeden Tag aufs Neue die Wahl. Es gibt sehr viel Freiheit zwischen den „Eckpfeilern“ (den Dingen, die Du in diesem Leben definitiv zu erleben hast, um etwas zu lernen…)

 

Und viele Wege führen nach Rom. Oft kommt man über Umwege zu dem, was man sich vorgenommen hat – das kennst Du ja bestimmt…

 

Deshalb lohnt es sich, den Armlängentest zu erlernen: Du kannst dann selbst abfragen, was Deinem Seelenplan entspricht…

 

Wenn ich Unternehmer und Dienstleister energetisch berate, dann prüfe ich beispielsweise sehr gerne nach, ob ihre Produkte und Angebote tatsächlich dem höchsten Wohl aller Beteiligten dienen, ob sie dem Bedarf und der Notwendigkeit entsprechen. Da gibt es häufig erstaunliche Ergebnisse…

 

 

Lies zum Thema „das höchste Wohl“ auch folgenden Blogartikel:

Stelle die richtigen Fragen, sobald Du vor einer Entscheidung stehst!

Gib Dir auf jeden Fall die Erlaubnis, mit Leichtigkeit in Deinem Leben zu agieren!

Und wenn Du merkst: Deine aktuelle Arbeit ist anstrengend, dann vergegenwärtige Dir, dass sie noch Ausdruck Deines alten / bisherigen Denkens ist.

 

Wenn Du Eltern hattest, die Dir täglich vorgelebt haben:

„Arbeiten und Geld verdienen sind anstrengend!“, wenn Du Deine Eltern immer nur müde und erschöpft wahrgenommen hast, dann hat sich das als Wahrheit in Deinem kleinen Organismus eingeprägt… Unbewusst wirst Du es Deiner Mutter und Deinem Vater nachmachen (so wie ich damals als Gastwirt).

 

Bestimmte Muster kommen aus der Kindheit bzw. hatten dort ihren Anfang. Natürlich geht es auch immer wieder darum, über die Generationen vererbte Verhaltens- und Denkmuster zu entlarven. Erst dann beginnt der Veränderungsprozess.

 

Mit kinesiologischen Testmethoden ist nachprüfbar, ob Dein System von Ahnenthemen oder negativen Überzeugungen beeinflusst wird. Sag doch einmal laut:

 

 

„Ich darf mit Leichtigkeit durchs Leben gehen.“

(Hier müsste ein Ja als Antwort kommen, dann glaubt es Dein Unterbewusstsein. Es geht nicht darum, was der Kopf sagt, denn meistens will Dein Verstand das Positive. In Deinem Innersten ist die Wahrheit gespeichert, aber auch Erinnerungen an Konflikte usw.)

 

Oder nimm eine gegenteilige Aussage:

„Man muss hart arbeiten im Leben…“

(Erhältst Du ein Ja oder ein Nein?)

 

Ein letzter Hinweis zu einem weiteren behindernden Faktor: Äußerst viele Berufstätige arbeiten bis zum Burnout, weil sie sich wertlos fühlen / ein geringes Selbstwertgefühl und wenig Selbstliebe besitzen. Das kompensieren sie häufig mit übertriebener Geschäftigkeit…

 

„Seht ihr, wie viel ich leiste? Bemerkt ihr, wie viel ich für euch tue?“
(Dahinter steckt die große Sehnsucht nach Anerkennung und Liebe.)

 

Mittlerweile ist meine Überzeugung:
Wer sich selbst genügend wert ist und sich selbst liebt, der arbeitet nicht bis zum Umfallen, bis zur Erschöpfung oder bis zum Kollaps!!!

 

Manche allerdings brauchen erst die Erfahrung des Zusammenbruchs, um zu erkennen:

 

„So wie bisher geht es nicht weiter! Ich habe etwas zu verändern…“

 

Entscheide Dich für Dich! Denn nur wenn es Dir gut geht, kannst Du Gutes für andere tun und eine Inspiration für Dein Umfeld sein.

Erwachen – weiter hinaus gehen

Ein offener Geist ist gekennzeichnet durch Achtsamkeit.

Die Bereitschaft die Erfahrungen des Erwachens auch zu erleben (nicht nur mit der Ratio zu erfassen) – ohne Urteile und ohne Erwartungen.
Gegenwärtig zu sein.

Erwachen – weiter hinaus gehen

Du hast begriffen und akzeptiert, dass sich dein Leben hier und genau in diesem Augenblick abspielt.

Dass du dich selbst lieben musst, dass du die anderen lieben und von ihnen geliebt werden kannst, ohne zu zittern und ohne sich festzuklammern.

Dass Glück tragisch, diskontinuierlich und unverzichtbar ist.

Dass du manchmal weise sein kannst und manchmal nicht.

Du kannst jetzt losgehen.

In aller Ruhe.

André Chistophe, Die Launen der Seele 259

Weil es einfach dazu gehört!

wage ich mich an dieses Thema:

Göttlicher Sex

Göttlicher Sex lebt von der Polarität der Partner. Je männlicher ein Mann nämlich ist, desto weiblicher kann die Frau sein; je sicherer sie sich ihrer weiblichen Kraft ist, desto mehr kann er seine männliche Stärke ausleben.

Göttlicher Sex ist nichts für Ängstliche, denn durch ihn können aus Frauen Göttinnen und aus Männern Götter werden, die einander in totaler Hingabe dienen und nicht nur ihre Körper, sondern auch ihre Herzen und ihre Seelen miteinander teilen.

Ein Mann sollte stark genug sein, seine Frau zu erfüllen und ihr das Tor zum Paradies zu öffnen; eine Frau sollte stark genug sein, sich von ihrem Mann erfüllen zu lassen und ihn mit sich ins Paradies zu nehmen.

Da Frauen verkörperte Hingabe sind, können nur sie den Männern den Weg aus dem Labyrinth der Trennungen zeigen und sie in die Einheit zurückführen, die unser aller

Heimat ist.

Verehrung des Weiblichen

Sex ist im Grunde Hingabe an das Göttliche durch Verehrung des Weiblichen. Zwar besitzen auch die Männer weibliche Anteile, so dass auch sie zu Hingabe und Ekstase fähig sind, aber in weitaus geringerem Maße als die Frauen, die die Verkörperung des Weiblichen sind, ein lebender Ausdruck der universellen Schöpferkraft, die alles Leben empfängt, gebiert und nährt.

Frauen leben weit mehr als Männer im dunklen Reich der Gefühle, das die Heimat von Ekstase und Leidenschaft ist. Männer sollten ihren Frauen im Sex hingebungsvoll dienen, um so selbst Zugang zu diesem Reich zu finden, in dem ihre höchste Sehnsucht erfüllt werden kann: die Sehnsucht nach Einheit, nach Heimat, nach Verschmelzung mit der dunklen Mutter, die uns allen das Leben geschenkt hat und uns am Leben erhält.

Dem Partner dienen

Wenn wir uns selbst in der erotischen Begegnung völlig vergessen und ganz im Partner aufgehen, werden wir ihn von innen erfahren und auch seine Seele mit ihm teilen

dürfen. Wenn wir unserem Partner und seiner Lust vorbehaltlos dienen, werden wir gemeinsam mit ihm die höchsten Gipfel der Ekstase erklimmen können.

Wenn wir Sex aber als Tauschgeschäft betrachten, bei dem wir etwas geben und genau aufrechnen, ob wir auch genug zurückbekommen, werden wir weder dem Partner noch uns selbst näher kommen können; wenn wir dem Partner nicht dienen, sondern ihn beherrschen wollen, werden wir von ihm getrennt bleiben und niemals die Freuden wahrer Intimität erleben können; wenn wir unseren Partner kontrollieren wollen, können wir nur das bekommen, was wir uns selbst ausgedacht haben – dann wäre aber eine aufblasbare Puppe wahrscheinlich die ein-

fachere Lösung.

Immerwährende Ekstase

Natürlich kann Sex auch ohne Liebe Spaß machen, wenn sich die Beteiligten leidenschaftlich aufeinander einlassen, “ihren Kopf verlieren” und ganz im Taumel der Lust aufgehen. Aber ein vorübergehender Spaß, der

endet, wenn nach dem Orgasmus der Hormonspiegel wieder sinkt, ist nichts verglichen mit der immerwährenden Ekstase, die durch Liebe möglich wird.

Unsere Konditionierungen werden durch diese Art von Sex nicht aufgehoben, sondern eher noch verfestigt. Körperlicher Sex kann uns kurzfristige Befriedigung und vorübergehende Entspannung verschaffen, aber Sex, der mit Liebe und Respekt verbunden ist, kann uns bis in jede Faser unseres Wesens mit Glückseligkeit und unbeschreiblicher Wonne erfüllen, die auch dann noch anhält, wenn die Leidenschaft längst erloschen ist und der Kopf wieder fest an seinem richtigen Platz sitzt.

Aufgehen im Sex

Der sicherste Weg, einen Orgasmus zu vermeiden, ist, ihn erzwingen zu wollen; die beste Methode, einen frühzeitigen Erguss sicherzustellen, ist, Angst davor zu haben.

Jedes Bemühen wird zwangsläufig zu seinem Gegenteil führen, da sexuelle Erfüllung nur durch Loslassen möglich ist.

Das Ziel der Liebenden kann es nicht sein, so schnell wie möglich einen Gipfel der Lust zu erklimmen, auf den dann der unvermeidliche Absturz folgt. Der Orgasmus als Höhepunkt der Ekstase ist im göttlichen Sex nicht Ziel, sondern ein Teil des Weges, etwas, das sich ganz selbstverständlich und ohne jede Anstrengung einstellt, wenn alles Streben danach aufhört. So wie ein Spaziergang dann am meisten Freude macht, wenn der Weg aufmerksam gegangen wird und jeder Schritt für seine ihm eigene Schönheit gewürdigt wird, so schenkt uns auch der Sex die höchste Erfüllung, wenn wir uns ganz einfach in ihm verlieren.

Manfred Miethe

aus „Sex als Quelle der Spiritualität“

https://www.silberschnur.de/tl_files/pdf/leseproben/978-3-89845-460-5.pdf

(Art: Alfredo Araujo Santoyo)

Garten der Liebe