Vertraue auf deine Fähigkeiten

Hochsensibel = Wahrnehmungsbegabt

Vertraue und nutze deine Fähigkeiten für dich, anstatt sie möglicherweise als Herausforderung zu betrachten.

Durch Bewusstwerdung, Achtsamkeit mit deiner Wahrnehmung und einer klaren Grenzsetzung kannst du deine so trainierten Fähigkeiten für dein persönliches Wohl „einsetzen“. Deine Wahrnehmung wird zu deinem persönlichen Werkzeug im oft herausfordernden Alltag.

Hochsensible Persönlichkeiten vereinen 2 Systeme im Wesen. Je nach Ausprägung erscheint ein anderer Persönlichkeitstyp. zB introvertiert oder extrovertiert

Die beiden Systeme teilen sich wie folgt auf:

Achtsamkeitssystem = innehalten und nachdenken

Aktivierungssystem = hol‘s dir

Ich erzähle zu diesen Systemen gerne von Luisa und Lorenz – zwei Rehe (davon eines hochsensibel und eines normalsensibel) die ihre Wahrnehmung unterschiedlich einsetzen.

53 Kommentare zu „Vertraue auf deine Fähigkeiten

  1. Ich verstehe noch nicht ganz wie sich Hochsensibilität von gesundem Menschsein unterscheidet. Mir scheint das ganze doch eine Selbststigmatisierung zu sein. Und was meinst du mit den beiden verschiedenen Systemen?

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    1. Was ist für dich persönlich das gesunde Mensch sein?

      Wie es scheint – ist möglicherweise nicht das was es ist. Dennoch darf alles sein.

      Die Ausprägung der inneren Systeme trägt zu dem „eher ausgelebten Charakterzug“ bei. Zum Beispiel: Introvertiertheit oder Extrovertiertheit.

      Introvertiert: durchschnittlich starkes Achtsamkeitssystem aber ein noch schwächeres Aktivierungssystem: ruhig – still – längeres Nachdenken da ein Sortieren der Eindrücke längere Zeit benötigt – Nervosität beim Drängeln – Denkblockaden – Nägelkauen

      Extrovertiert: sehr starkes Achtsamkeitssystem und sehr sehr starkes Aktivierungssystem: wissbegierig als auch vorsichtig, unerschrocken als auch ängstlich, schnell gelangweilt als auch schnell überreizt, …..
      schmale Gratwanderung – das optimale Erregungsniveau

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    2. Richtig ist wie von mir dargestellt als Beispiel angeführt und es geht darum zu zeigen wie viel zu individuell dieses Thema ausgeprägt ist um hier noch länger darüber zu diskutieren – vor allem aber auch in der „Schublade“ – alle Hochsensiblen Persönlichkeiten seien introvertiert – aufzuräumen.

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    3. Ich erzähle zu diesen Systemen gerne von Luisa und Lorenz – zwei Rehe (davon eines hochsensibel und eines normalsensibel) die ihre Wahrnehmung unterschiedlich einsetzen.

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    4. Ist es nicht sinnvoller auf Ebene der Polaritäten des Neurotizismus (selbstsicher, ruhig // emotional, verletzlich) zu argumentieren? Und dann gibt es eben noch 4 andere Persönlichkeitsmerkmale, wo sich die Menschen individuell unterscheiden können?

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    5. Klar, es war ja nur eine Frage. Ich versuche nur zu verstehen. Ich hatte neulich mir so einen Test zur Hochsenibilität gemacht und für mich war nicht klar, wie man nicht hochsensibel sein kann bei den Fragen.

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    6. … für nicht hochsensible Persönlichkeiten stellen sich „solche Fragen“ auch nicht.
      Ein Test ist ein möglicher Hinweis auf Hochsensibilität wenn viele Fragen bejaht oder einige davon sehr stark ausgeprägt sind.

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    7. Hm, ich habe lieber den Anspruch die Wahrheit zu verbreiten. Wenn alle verschiedene Brillen sich aufsetzen, dann verzerrt das die Wahrnehmung und ist häufig Ursache für Konflikte.

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    8. Ja sehr schön.
      Ja jeder hat seine eigene Version der „Wahrheit“ die er in sich trägt.
      Daher zählt einzig und alleine deine persönliche Selbstwahrnehmumg und deine Selbstreflexion.

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    9. Aber genau darum geht es ja. Natürlich ist unsere Wahrnehmung der Wahrheit nicht komplett identisch. Aber dafür gibt es ja Sprache und Hirne um sich im Gespräch den Gedanken des Anderenzu nähern und dann vielleicht als Endziel sich der Wahrheit so gut es anzunähern.

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    10. Ich verstehe nicht weshalb es ein Stigma sein sollte, sich als hochsensitv wahrzunehmen? Wenn ich wesentlich mehr Eindrücke in einer Situation wahrnehme, als eine andere Person, bedeutet es kein Stigma und es ist gesund. Wie auch die andere Person, die selektiver wahrnimmt gesund sein kann. ….. Es ist einfach eine andere Sicht auf die Welt, die sich wunderbar ergänzen kann und sollte. ….

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    11. Ach, ich denke es gibt eben keine Skala, bei diesen Wahrnehmungen ist sensibel und dort beginnt hochsensibel. Ich denke auch, dass das völlig unwichtig ist. Es geht ja nicht um Schubladen, in die Menschen eingeteilt werden, sondern um die Freude an der eigenen Wahrnehmung. …. So seh‘ ich das.
      Grüße
      „Benita“

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    12. @haimart: Ich denke, dass es die Messung deshalb nicht benötigt, weil jene, die hochsensibel bzw. hochsensitiv sind, es wissen, es ihr Leben lang immer wieder teils als Abwertung gehört haben. Wenn ich eine Messung wünsche bedeutet es meiner Ansicht nach, dass ich eben jene Wahrnehmungsbegabung nicht besitze und daher nicht nachvollziehen kann, worum es geht. Das macht ja nichts, ist absolut in Ordnung, aber das erklärt deinen Wunsch es zu messen, was du bist. ….. Vielleicht täusche ich mich auch? Am besten du befasst dich mit einschlägiger Literatur und du wirst es erkennen. ….. Vielleicht magst du dir auch die Frage stellen, was so wichtig daran ist sensibel oder hochsensibel zu sein? Wofür steht das für dich? Ist das eine besser als das andere? Das ist es nicht! Jeder Mensch ist auf seine Art besonders und einzigartig.
      Liebe Grüße
      „Benita“

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    13. Ich habe halt zwei Herzen in meiner Brust. Die eine ist eben ser verletzlich und die andere ist Wissenschaftlerin. Und am Ende bin beides ich. Und ich möchte halt verstehen, wieso es so wichtig ist ob man eben hochsensibel oder nur normal sensibel ist.

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    14. Nein, sonst hätte ich mich mehr damit befasst. Ich finde es interessant was du schreibst. Aber jetzt solche Bücher zu lesen, finde ich zu ich bezogen. Ich versuche lieber durch mein Werken hier im Haimart Kollektiv Akkzente zu setzen für die Gerechtigkeit.

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    15. Ich habe bisher keine Literatur gelesen. Außer hier bei dir auf dem Blog. Meine Psychologin hatte mir mal das Attest ausgestellt, dass ich zu individuell bin. Das fand ich interessant. Sie hatte allerdings keine Tests gemacht, sondern das war ihr Fazit zu meinem Depressionen. Ich frage mich, wieso ich Zeit und Geld investieren sollte, um mir ein Ettikett umzuhängen. Und zu der Frage, ob ich meine Wahrnehmung als Belastung empfiunde, dann sage ich ganz klar ja.

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    16. Am schwierigsten empfinde ich es eine gerechte Führungskraft zu sein. In meinen Beiträgen kannst du lesen, welch hohe Ansprüche ich an mich selbst habe, und wie schwer es mir fällt diese zu erfüllen. Wenn dann die Schüler Blödsinn machen, dann belastet es mich. Ich nehme die Sorgen mit nach Hause, obwohl ich weiß, dass es nicht gesund ist.

      Aber auch privat beschäftige ich mich sehr viel mit Politik, und dann merke ich, dass es mich nur fertig macht. Ich wäre gern die eiserne Hand der Gerechtigkeit, aber meine Faust mag nichts ändern, sodass ich eine traurige Grundstimmung habe. Ich fühle mich schlecht, wenn ich Ungerechtigkeiten sehe udn versuche dem entgegen zu wirken. Aber es fühlt sich eher wie scheitern an und dann denke ich, dass das nicht gesund ist und ich versuche nicht mehr hinzusehen. Aber es ist wie eine Droge. Du weißt, dass es schädlich ist, aber du kommst davon nicht los.

      Wenn ich versuche das große Ganze zu sehen, dann verstehe ich oftmals nicht, wieso unser System so ist, wie es ist. Es ist doch offensichtlich, wie alles mit allem zusammenhängt. Geld regiert die Welt, bis sie auseinander fällt.

      Doch, was mich am meisten nervt, ist, dass ich wenig entscheidungsfähig bin. Oftmals erscheint mir alles wie ein Dilemma. Und ich kann nur versuchen das geringszte Übel zu wählen. Das geringste Übel zu erkennen, ist aber oftmals schwer. Und ich grpübel ud grübel.

      Wenn ich dann mal Improtheater spiele, nehme ich diese Probleme mit auf die Bühne, aber meine Mitspieler wollen lieber etwas lustiges spielen. Darauf lass ich mich dann ein, aber mir kommt das alles so belanglos vor.

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    17. Herzlichen Dank für deine ehrliche und offene „Beschreibung“ deiner Wahrnehmung!

      Für mich persönlich kann ich hier sagen, dass du über viele Kernthemen der Hochsensibilität/Hochsensitivität erzählst. Wundervoll!

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  2. Liebe Karin.😊
    Danke für deinen Beitrag. Ich darf durch deine Erläuterungen jetzt immer mehr Klarheit über meine Persönlichkeit erfahren.
    Vor allem versuche ich meine Fähigkeiten richtig einzusetzen und auf diese zu vertrauen. 👍
    Merci vielmals liebe Karin

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  3. Liebe Marie,
    Ich finde es sehr interessant, dass du Hochsensitive auch als extrovertiert beschreibst. …. Ich selbst bin wohl beides zu unterschiedlichen Zeiten und Situationen. Introvertiert und extrovertiert, zumindest nach deiner Beschreibung der Merkmale. …… „schmale Gratwanderung, das optimale Erregungsniveau“ …. Wie wahr.
    Danke für deine Anregung.
    Herzliche Grüße
    „Benita“

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    1. Liebe Benita,

      mir geht es genau so wie dir. Es ist immer eine schmale Gratwanderung. Ich fühle mich auch oft gelangweilt und stürze mich dann in Aufgaben und muss aufpassen dass ich nicht bald wieder überreizt bin. Ist oft schwer für mich die innere Mitte, sprich das optimale Erregungsniveau, zu finden.
      @ Karin: wie siehst du das? braucht ein hochsensibler Mensch auch immer seine gewissen Reize um „überleben“ zu können? was für mich auf der anderen Seite heißen würde dass Hochsensible auch eine gewisse Leere im Leben früher fühlen als nicht so sensible Menschen?

      Herzliche Grüße Marcelo

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    2. Lieber Marcelo,
      Also langweilig ist mir eher nicht, aber vielleicht weil ich davor bereits neue Aufgaben zu bewältigen habe. Mein Leben ließ mir bislang kaum Zeit für Langeweile. ….. Ich wollte zu deiner Frage an Karin schreiben, dass ich von mir weiß, dass ich eine andere Tiefe wahrnehme als weniger sensitive Menschen. Meine Tiefe ist weniger sensiblen oft zuviel. Und ich empfinde es als trostlos und leer, wenn ich diese Tiefe in meinem Leben nicht fühle. ….. Allerdings weiß ich nicht so genau, ob das mit Hochsensitivität zu tun hat, oder mit meinem Wesen?! Ich denke schon. Und wenn das mehrere Hochsensible kennen, dann ist es wohl wirklich ein Anzeichen dafür!
      Herzliche Grüße
      „Benita“

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  4. Liebe Karin
    Danke dir für den Hinweis dass deine tollen Erläuterungen dazu bereits in deinem Blog von dir zu finden sind .
    Liebe Benita.
    Herzlichen Dank für deine Antwort.
    Das fühlt sich für mich genauso an wie für dich .
    Bevor es mir langweilig zu werden droht suche ich mir neue Aufgaben bzw Reize.
    Auch ich empfinde es trostlos und leer wenn mein Leben nur so dahintreibt und ich keine Tiefe empfinde.
    Diese Tiefe geht kann bei mir in jede Richtung ausschlagen also in pure Freude oder auch in Enttäuschung und Traurigkeit.
    Weiß nicht genau ob das mit einer Hochsensibilität zu tun hat?

    Herzliche und liebe Grüße 😊 Marcelo

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  5. Aber ist das die Frage der Wissenschaftlerin oder jene der verletzlichen Seele? ….. Übrigens hat Elaine Aron Hochsensibilität als Psychologin durchaus wissenschaftlich betrachtet. Hier ihre Homepage: https://hsperson.com/about-dr-elaine-aron/
    ….. für mich war es wichtig manchen Symptomen in meinem Leben einfach einen Namen zu geben. Zu erkennen, das sind Symptome von Trauma und jenes ist gesund und nicht therapiebedürftig, das nennt sich Hochsensibilität. …… Es geht also um eine Zuordnung von Symptomen, ein sich kennenlernen und lieben lernen und die eingene Identität und Fähigkeiten annehmen können, dazu braucht es Beschreibungen und vielleicht auch Schubladen. ….. Es tut gut, sich wo zuordnen zu können, das reduziert Stress.
    @kopfmarie: sorry, dass ich da so viel auf deiner Seite kommentiere.
    Ganz liebe Grüße
    „Benita“

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